WANDERWOCHENENDE
GEO-NATURPARK Frau-Holle-Land

Wanderreise - Nr. 5   21. / 22.07.2018
Rund um den Hohen Meißner


2 Tage

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land zählt zu den schönsten Naturlandschaften Deutschlands.
Der Naturpark wurde 1962 mit dem Ziel gegründet, eine Verbindung zwischen Mensch und Natur herzustellen. Er soll – auch aus touristischer Sicht – einen Brückenschlag bilden zwischen Naturschutz und Nutzung der Natur.

Die Naturparkfläche gliedert sich in mehrere Teilbereiche auf.
Neben dem Meißner und dem Kaufunger Wald umfasst der Park auch die Söhre nahe Kassel, den Ringgau und das hessische Werratal.

Der Hohe Meißner überragt sein Umland um 300 bis 400 Meter. Dank seiner geologisch interessanten Entstehungsgeschichte, den extremen Klimaverhältnissen (vergleichbar mit Mittelschweden) und außergewöhnlicher Flora und Fauna ist hoher Erlebniswert garantiert. Bis 1974 wurde hier Braunkohle abgebaut, die Jahrhunderte lang zum Salzsieden in Bad Sooden verwendet wurde.

Der Hohe Meißner, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Der Hohe Meißner, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Mit einer Gesamtfläche von 113.000 ha und aufgrund seiner Besonderheiten (Geologie, Flora, Fauna) darf diese schöne Naturlandschaft die Bezeichnung Geo-Naturpark führen.

Wir werden diese zauberhafte Gegend auf zwei verschiedenen Premiumwanderwegen erkunden.

Sa.   
Premiumwanderweg P2 "Frankershäuser Karst"


ca. 15 km + wenige Steigungen


Der Premiumweg P2 verläuft im östlichen Meißner-Vorland, am Fuß des Hohen Meißners. Er bietet wundervolle Panoramablicke und führt zu botanischen Kostbarkeiten.
Nach der Anreise per Bahn nach Bad Sooden-Allendorf lassen wir uns zu dem Dörfchen Wolfterode bringen.
Hier liegt das beeindruckende Naturdenkmal Mühlstein. Mit ihm soll der Teufel einst versucht haben die Kirche zu zerstören, was ihm natürlich nicht gelang.
Auf einem schmalen Pfad führt der Weg über die Magerrasen des Naturschutzgebietes Auf dem Stein nach Frankershausen.


Grosser Marstein (c) H. Wallbraun, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Von dort geht es durch das Naturschutzgebiet Hielöcher, zum Ellerstein und zum großen Marstein. Direkt am Weg ist ein Schutzacker für Ackerwildkräuter ausgewiesen, der biologisch bewirtschaftet wird.
Weiter wandern wir durch die Feldflur zum Alten Teich mit Schutzhütte.

Grosser Marstein (c) H. Wallbraun, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land verwandeln im Sommer Millionen rosavioletter Mohnblüten die Landschaft rund um Meißner-Germerode in ein Blütenmeer.

Nur zur Blütezeit führen ca. 3 km lange ausgeschilderte Wanderwege mit vielen Ruhebänken zu den beeindruckenden Mohnfeldern. Durch einige Felder führen strohunterlegte Pfade hautnah an die Blüten heran.

Auf dem Mohnwanderweg gelangen wir zu unserem Übernachtungsort Meißner-Germerode.

Feld nahe Germerode, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Feld nahe Germerode, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

So.   
Premiumwanderweg P1 "Über den Hohen Meißner"


ca. 18 km + kräftige Steigungen


Ausblick, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Auf diesem Rundwanderweg erlebt man alles, was der Hohe Meißner zu bieten hat. Herrliche Aussichten in alle Himmelsrichtungen, interessante Gesteinsformation und Zeugen des Bergbaus, wie Halden und Stollen. Charakteristisch sind die nach schwelender Braunkohle riechenden "Stinksteine".

Aber auch die Waldformationen sind sehr abwechslungsreich und blütenreiche Wiesen ergänzen die abwechslungsreiche Tour.

Steil bergauf geht’s vom Hotel zum Parkplatz Schwalbenthal. Der erste von vielen weiteren herrlichen Talblicken hinab ins Werratal mit dem Eschweger Becken. Der Premiumweg führt uns weiter hinauf auf 720 m zur Kalbe, die eine schöne Aussicht, oft bis zum Harz, bietet.

Ausblick, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Nach einem Blick auf den Kalbesee (Tagebaurestloch, heute hat es sich die Natur zurückerobert) und die Stinksteinwand steigen wir hinab zum Frau-Holle-Teich, dem alten Verehrungsplatz einer vorchristlichen Muttergottheit. Der Teich soll der Eingang zu Frau Holles unterirdischem Reich sein.

Über den romantischen Eulenstieg geht’s wieder hinauf zum Plateau. Nach einem waldreichen Teilstück erreichen wir die Viehhaushütte. Immer wieder treffen wir auf artenreiche Bergwiesen und Borstgrasrasen.

Frau-Holle-Teich, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Frau-Holle-Teich, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Hausener Hute, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

An der Kitzkammer sehen wir fünf- bis sechseckigen Säulenbasalt.
Der Weg führt hier relativ steil bergab und bald darauf folgt der nächste Anstieg über die Hausener Hute. Wir genießen den Blick von dort nach Westen, bevor wir wieder in den Wald eintauchen!

Dann kommen wir am Gedenkstein der Freideutschen Jugend vorbei, die den Meißner zum Hohen Meißner werden ließ.
Ein Serpentinenpfad schlängelt sich durch den Wald bergab zu den Basaltblöcken der Seesteine. Noch ein Stückchen steil bergauf und dann geht’s nur noch bergab wieder zurück nach Meißner-Germerode.

Hier lassen wir uns zum Bahnhof Bad Sooden-Allendorf bringen.

Hausener Hute, Foto: Geo-Naturpark Frau-Holle-Land



Quellen:
http://www.naturparkfrauholle.land
https://www.werratal-tourismus.de
http://www.wanderbares-deutschland.de
http://www.wanderinstitut.de/premiumwege/hessen/ueber-den-hohen-meissner/



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