WANDERREISE
VULKANRING VOGELSBERG, Teil 2

Wanderreise - Nr. 5   25. / 26.06.2016
Etappen 3 bis 4: Von Gedern nach Herbstein


2 Tage

Der Vulkanring verknüpft als 127 km langer Rundwanderweg die natürlichen und kulturellen Höhepunkte rund um den Kamm des Hohen Vogelsberges.
Mit seiner erloschenen Lava prägt der Vogelsberg - einziger Schildvulkan Deutschlands - vielfältig die Landschaft. Auf Basalt steht man quasi überall und man sieht ihn an vielen Stellen entlang des Wanderweges. Auch Herrenhäuser, Mühlen, Türme und Mauern sind aus Basalt.
Die Begegnung mit Wasser macht den Vulkanring doppelt reizvoll. Ob als still plätscherndes Rinnsal, als rauschender Fluss, schäumender Bergbach oder spiegelglatter, stiller See mit scheuen, gefiederten Bewohnern – Feuer und Wasser sind allgegenwärtig. Mit der Leichtigkeit eines Pinselstriches gliedert sich die Landschaft bei den vielen Ausblicken entlang der Grenze zwischen Waldgürtel und Feldsäumen, wo am Horizont Himmel und Erde scheinbar verschmelzen.
Die Wege führen über erdige Forstwege, teils über Wiesen- und Waldpfade.

Vulkanring Vogelsberg

Sa.   
Etappe 3: Gedern – Nieder-Moos


ca. 20 km + einige Steigungen

Vulkanring Vogelsberg

Bestimmendes Element dieser Strecke ist der stete Wechsel zwischen Wiesen, Weiden und Waldgebieten in einem sanften auf und ab, weitgehend ohne Kontakt zu besiedelten Gebieten. Daher ist ein Picknick im Grünen angesagt. Basaltische Höhepunkte im wahrsten Sinne des Wortes sind die „Alte Burg“ (617m), eine von Moosen und Buchen bewachsene Felsformation und das „Völzberger Köpfchen“ (571 m). Aufgrund dieser Anstiege und der Länge der Etappe ist eine mittlere Kondition erforderlich.

Völzberg ist ein für die Region typisches Dorf mit einem alten Forsthaus, einer Schmiede, malerischen alten Höfen und ohne Durchgangsverkehr. Eine Besonderheit: hier leben mehr Pferde als Menschen! Es liegt am Fuße des Völzberger Köpfchens, einer grasbewachsenen Basaltkuppe mit weitem Blick bis hin zur Rhön.

Die Etappe endet am Nieder-Mooser See. Einst im Mittelalter zur Fischzucht angelegt entwickelte sich hier im Lauf der Jahrhunderte ein Ökotop für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Besonders die Wasser- und Uferflächen des Sees ziehen Enten-, Taucher- und im Schlamm brütende Vögel an. Bislang wurden hier über 100 Brut- und Gastvogelarten beobachtet. Daher wurde das Gebiet bereits 1975 zum Naturschutzgebiet.


So.   
Etappe 4: Nieder-Moos – Herbstein



ca. 20 km + einige Steigungen

Diese Etappe ist eine äußerst abwechslungsreiche, mittelschwere Strecke. Gleich am Anfang lohnt ein Abstecher zum Rothenbachteich. Ein rauschender Gebirgsbach, Felsformationen und Felsengalerien, Waldpfade und eine Allee aus mächtigen Linden machen die Tour zu einem unvergessenen Erlebnis.

Uhuklippen, Spitze Steine und andere Vulkanbrocken: Vor allem im Waldgebiet der Gemeinde Grebenhain bezeugen Basaltmassive und einzelne Basalblöcke von der einstigen vulkanischen Tätigkeit. Die „Spitzen Steine“ bestehen aus mehreren langgezogenen Basaltfelsen, den Überresten eines Vulkankraters. Basaltformationen mit märchenhaften Namen wie „Teufelskanzel“, „Nonnenstein“ und „Uhuklippen“ stehen im Mittelpunkt zahlreicher Geschichten und Sagen. Von der Teufelskanzel soll dereinst der Teufel gepredigt haben. Im Naturdenkmal Uhuklippen, eine der größten Basaltformationen der Region, soll der Kopf eines Riesen versteinert sein. Wer genau hinschaut, kann ihn erkennen.

Vulkanring Vogelsberg



Quelle:
http://www.wanderkompass.de/Hessen/vulkanring-vogelsberg.html



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